Munition in der Ostsee - eine tickende ökologische Zeitbombe


Donnerstag, 19. April 2018, 19°°Uhr, Herrenhaus


Bildquelle: NDR (© )

Millionen Tonnen von Munition liegen seit Jahrzehnten am Grund von Nord- und Ostsee; alleine in deutschen Gewässern sind es geschätzte 1,6 Millionen Tonnen. Der überwiegende Teil der Munition stammt aus militärischen Operationen und aus Munitionsversenkungen am Ende und nach dem Zweiten Weltkrieg. Unter Federführung von Dr. Thomas Lang untersucht das Thünen-Institut für Fischereiökologie im Rahmen internationaler Forschungsprojekte die ökologischen Risiken durch versenkte Munition für die Meeresumwelt der Ostsee. Das derzeit laufende DAIMON-Projekt (Decision Aid for Marine Munitions) hat zum Ziel, Methoden zur ökologischen Risikobewertung von chemischer und konventioneller Munition im Meer zu entwickeln. Darauf aufbauend soll es Entscheidungshilfen über den Umgang mit versenkter Munition liefern. Thomas Lang wird in seinem Vortrag auf die generelle Problematik der Munitionsbelastung im Meer eingehen. Außerdem wird er Forschungsergebnisse aus dem DAIMON-Projekt zu Aufnahme und Auswirkungen von freigesetzten Substanzen aus der Munition bei Ostseefischen vorstellen.  

Der Eintritt ist frei.

Anmeldung erbeten